Beispiele aus der Beraterpraxis
Bauvorhaben der Familie B. aus Schönebeck
|
| |||
Im November war das Bauvorhaben B. aus Schönebeck so weit vorangeschritten, dass der Heizestrich (7 E) eingebaut und das übliche Prozedere mit Trockenheizen, Funktionsheizen abgeschlossen war. Während dieses Zeitraumes war auf der Baustelle keine Aktivität zu verzeichnen. Als Heizung wurde im Erdgeschoss eine Brennwert-Heizzentrale Typ „Vaillant“, Brennwert-Combigerät mit integriertem 100 l Warmwasserspeicher eingebaut. Die Zu- und Abgasführung war über ein Doppelrohr über Dach organisiert. Die Abnahme des Bezirksschornsteinfegers lag vor. Nach einer Dauerheizperiode (Trockenheizen und Funktionsheizen) des Heizestrichs kam es im Spitzbodenbereich, der als Kaltdachbereich ausgebildet sein sollte, zu einer enormen Erwärmung. Im Bereich der Dampfdiffusionsbremsen (Spitzboden) waren diverse Undichtigkeiten zu verzeichnen. So waren der Sanitärlüftungsstrang, das Abgasrohr der Heizzentrale und die Elektrokabeldurchdringungen nicht ordnungsgemäß in die Dampfsperre eingebunden. Ebenfalls endet die Dampfbremse ca. 3 cm vor dem Futterkasten der Bodeneinstiegsluke. Die Lippendichtungen der Bodenklappe schlossen ebenfalls nicht umlaufend. Der Lukendeckel selbst war ungedämmt. Eine Lüftung des Spitzbodens selbst war nicht vorhanden. Die Unterspannbahn war im Bereich des Firstströmungslüfters geschlossen ausgeführt. Die Schrägen des DG waren voll gedämmt. Eine geplante Lüftungsebene oberhalb der Sparrendämmung war nicht vorhanden. Infolge Dauerbeheizung der Wohnräume führte warme Luftströmung im Spitzboden über die Lekagen zu einer zusätzlichen Erwärmung desselben über das Abgasrohr (war bei Kontrolle fühlbar warm) zu einer Temperaturerhöhung. Durch jahreszeitlich bedingte (Frühjahr / Herbst) Unterkühlung der Dachhaut bildete sich auf der Unterseite der Unterspannbahn ein Taupunkt. Die Kondenswasserbildung führte großflächig zur Tropfenbildung und zum Abtropfen, so dass der gesamte Dämmstoff flächig durchfeuchtet wurde. Auf der Dampfdiffusionsbremse in den Sparrenfeldern sowie in der Holzkonstruktion sammelte sich Wasser und drang in die Holzverbindungen ein (teilweise hohe Durchfeuchtung > 40 % bis 5 cm Tiefe). Folgende Maßnahmen wurden durchgeführt:
| ||||
|
| |||









