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Altersgerechten Umbau mit Bedacht vorbereiten

Berlin, 06.12.2016. Mit einem altersgerechten Umbau lässt sich ein bestehendes Gebäude den veränderten Lebensumständen der Bewohner anpassen. Um ein optimales, auf die individuelle Situation abgestimmtes Ergebnis zu erreichen, empfehlen Experten vom Bauherren-Schutzbund e.V, schon bei der Ideenfindung einen Fachmann hinzuzuziehen. Voraussetzung ist eine Analyse der Bedürfnisse aller in der Wohneinheit lebenden Personen sowie eine Bewertung der Möglichkeiten für Umbaumaßnahmen im Gebäude. Es sollte nicht nur der aktuelle Bedarf ermittelt werden. Für eine längerfristige Perspektive ist auch die Vorwegnahme künftig zu erwartender Anforderungen etwa durch das Alter, fortschreitende Krankheiten oder andere körperliche Einschränkungen zu beachten. Auch wenn sich Wünsche und Anforderungen im Einzelfall unterscheiden, in der Regel gibt es ein gemeinsames Ziel: Trotz eingeschränkter oder mit den Jahren nachlassender körperlicher Fähigkeiten ein möglichst langes selbstständiges und selbstbestimmtes Leben in den eigenen Räumen zu ermöglichen. „Umfassende Barrierefreiheit nach Norm ist im Altbau aus technischer und wirtschaftlicher Sicht kaum zu erreichen“, so die Einschätzung der BSB-Experten. Es ist daher darauf zu achten, dass die Maßnahmen im Rahmen des Machbaren individuell und so passgenau wie möglich an die aktuellen und zu erwartenden Anforderungen der Bewohner angepasst werden. Typisch für viele Altbauten sind zum Beispiel enge und steile Treppen oder kleine Räume, die Bewegungsflächen einschränken. Eine Rolle spielt auch die Tragfähigkeit von Bauteilen, etwa von Wänden im Bad, an denen Haltegriffe oder Klappsitze angebracht werden sollen. Sanitäranschlüsse und Möglichkeiten zu ihrer Umlegung sind zu berücksichtigen, wenn Raumzuordnungen verändert werden sollen.

Was beim altersgerechten Umbau noch alles zu beachten ist finden Interessierte in einem Ratgeber „ABC Altersgerechter Umbau“, der auf der Internetseite des BSB www.bsb-ev.de/verbraucherservice veröffentlicht ist.

Quelle: Bauherren-Schutzbund e.V.