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Erwerb von Gemeinschaftsflächen beachten

Berlin. Bereits seit rund 50 Jahren werden kleinere Wohngebiete häufig über Privatstraßen erschlossen. Nicht selten werden auch Parkplätze oder so genannte Garagenhöfe gemeinsam genutzt. Für diese Gemeinschaftsflächen existieren kaum Regelungen im Hinblick auf das Miteinander, die Nutzung und die Instandhaltung. „Viele Erwerber von privatem Wohneigentum unterschätzen zunächst, dass sie Mitglied einer Eigentümergemeinschaft werden. Je mehr Mitglieder diese hat, desto schwieriger wird die Organisation“, erläutert Andreas Renz, Vertrauensanwalt des Bauherren-Schutzbund e.V. (BSB).  Wichtig sei, dass die Gemeinschaft frühzeitig zusammenfindet und Entscheidungen trifft. So könne, wie im Bürgerlichen Gesetzbuch (BGB) vorgesehen, mehrheitlich eine der „Beschaffenheit des gemeinschaftlichen Gegenstands entsprechende ordnungsmäßige Verwaltung und Benutzung beschlossen werden" (BGB §745). „Beim Neubau von Grundstücksparzellen oder WEG-Miteigentumsanteilen ist Verbrauchern zu raten, den Erwerb solcher Miteigentumsanteile an Gemeinschaftsflächen nicht einfach zur Kenntnis zu nehmen“, empfiehlt der BSB-Experte. Vielmehr sollte man nachfragen, wie sich die Gemeinschaft organisieren und gemeinsame Aufgaben realisieren soll. „Sinnvoll ist es, bereits in der Erwerbsphase auf eine mindestens schriftlich niederzulegende, gemeinschaftliche Vereinbarung und Regelung zu drängen, einschließlich möglicher Eintragungen im Grundbuch. Das erspart später langwierige und komplizierte Debatten“, so Renz. Beim Erwerb von Bestands-Objekten sei der Voreigentümer erster Ansprechpartner. Bei ihm sollte man konkret nachfragen, wie bestehende gemeinschaftliche Flächen und Anlagen in der Vergangenheit instandgehalten wurden und wie mit ihnen umgegangen worden ist.

Pressekontakt

Erik Stange

Presse- und Medienreferent
presse(at)bsb-ev.de
Tel.: (030) 400 339 502

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