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Neubau-Energieausweis verweist auf Energiebedarf

Berlin. Der Energieausweis eines Neubaus zeigt seinen genauen Verbrauch an - diesem Irrtum unterliegen viele. Marc Förderer, Bauherrenberater des Bauherren-Schutzbund e.V. (BSB), stellt klar: „Der Energieausweis für Neubauten bezieht sich immer auf den so genannten Energiebedarf. Dieser beschreibt die Energie, die ein Gebäude unter Normbedingungen benötigt.“ Bezugsgröße von jedem Energieausweis ist das Referenzklima Potsdam. Wer in Hamburg oder München lebt, kann tatsächlich ganz andere Bedingungen vorfinden. Zu den festgelegten Normbedingungen gehöre so zum Beispiel, dass im Haus eine mittlere Umgebungstemperatur von 20°C in jedem beheizten Raum vorliegt und ein pauschaler Warmwasserbedarf von 12,5 kWh je Quadratmeter Gebäudenutzfläche und Jahr verwendet wird. Weiterhin ist die im Energieausweis angegebene Gebäudenutzfläche nicht mit der Wohnfläche identisch, denn diese bezieht sich auf eine energetische Bezugsgröße aus dem beheizten Gebäudevolumen. Der BSB-Experte rät deshalb, sich zusammen mit dem Energieausweis immer die zugrunde liegenden Berechnungen aushändigen zu lassen. Nur so kann der Energieausweis und dessen Angaben geprüft, nachvollzogen und entsprechend für das konkrete Haus bewertet werden.