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Rahmenbedingungen für Generation Eigenheim ausbaufähig

 

Berlin, 20. August 2018. Laut einer aktuellen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Civey für SPIEGEL ONLINE streben 84 Prozent der Befragten den Erwerb einer eigenen Immobilie an. Besonders die Altersgruppe der 30-39-Jährigen möchte in den kommenden fünf Jahren kaufen statt mieten. Damit geht ihre Absicht in die Richtung der Bundesregierung, die das Ziel hat, die Wohneigentumsquote zu erhöhen, um den angespannten Mietmarkt zu entlasten. Die Verbraucherschutzorganisation Bauherren-Schutzbund e.V. (BSB) sieht die Rahmenbedingungen für eine anhaltend hohe Immobiliennachfrage allerdings weiterhin stark ausbaufähig.

BSB-Geschäftsführer Florian Becker nennt zwei wesentliche Handlungsansätze: „Um die Rahmenbedingungen für potentielle Eigenheimer zu verbessern, müssen die Verbraucherrechte beim Wohnungskauf weiterentwickelt und die Grunderwerbssteuer gesenkt werden.“ Vor allem beim Wohnungskauf vom Bauträger bestehen gravierende Gesetzeslücken, die zu existenzbedrohenden Szenarien führen können. Dies gilt insbesondere im Insolvenzfall des Bauträgers. Geht dieser Pleite, kommt der Verbraucher aktuell kaum aus seinem Vertrag. Es drohen lange Rechtsstreite und kostspielige Bauzeitverzögerungen. „Damit Verbraucher bei Bauträgergeschäften den Anbietern nicht schutzlos ausgeliefert sind, müssen dringend – wie im Koalitionsvertrag vorgesehen – die gesetzlichen Grundlagen verbessert werden“, so Becker.

Dass die Immobilienpreise aktuell sehr hoch sind, ist der überwiegenden Anzahl der Befragten bewusst: Mehr als 70 Prozent halten die Preise in Metropolregionen für überbewertet, 86 Prozent rechnen mit weiteren Preissteigerungen in den kommenden Jahren. „Damit der Traum vom Eigenheim weiterhin leistbar bleibt, sollte die Bundesregierung zügig damit beginnen, über eine Absenkung der Grunderwerbssteuer zu diskutieren“, sagt Becker. Dies sei ein wirksamer Hebel, der allen Verbrauchern bei der Eigenheimbildung zugutekommt. Beim formulierten Vorhaben der Bundesregierung, die Kaufnebenkosten zu senken, sollte dies deshalb höchste Priorität haben.

Pressekontakt

Erik Stange

Presse- und Medienreferent
stange(at)bsb-ev.de
Tel.: (030) 400 339 502

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