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Welche Heizungsarten werden heute genutzt?

Erneuerbare Energien halten Einzug – und bieten neue Zukunftsperspektiven.

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Teil 1: Kleines Einmaleins der Heizungsmodernisierung

Während in den 1980er-Jahren überwiegend Heizkessel mit Niedertemperaturtechnik verwendet wurden, stellen heutzutage Gas- und Öl-Brennwertkessel den Stand der Technik dar. Die Funktionsweise eines Brennwertkessels beruht darauf, dass auch die im Wasserdampf der Abgase enthaltene Abwärme durch Kondensation nutzbar gemacht wird. Im Vergleich zu einem konventionellen Heizkessel mit Niedertemperaturtechnik verbraucht ein Brennwertkessel etwa 10 Prozent weniger Brennstoff. Zurzeit ist die Nutzung fossiler Energieträger immer noch die gängigste Art der Wärmeerzeugung. Wer seinen neuen Heizkessel auch künftig mit Erdgas oder Heizöl betreiben will, sollte sich auf jeden Fall für einen Brennwertkessel entscheiden. Aber welche Heizungsarten kommen sonst noch infrage?

Die Zukunft gehört erneuerbaren Energien

Grundsätzlich sollte bei der Anschaffung eines neuen Heizkessels immer auch die Nutzung erneuerbarer Energien berücksichtigt werden. Bei Neubauten gehören diese Heizungsarten zu den wesentlichen Anforderungen der Energieeinsparverordnung (EnEV). Zu den sogenannten regenerativen Energieträgern gehören unter anderem Sonnenenergie, Biomasse und Erdwärme. Mit dem Einsatz von Solaranlagen, Holzpellet-Heizungen oder Wärmepumpen wird eine weitgehende Unabhängigkeit von konventionellen Brennstoffen erreicht. Auch angesichts ständig steigender Preise für Erdgas oder Heizöl punkten die erneuerbaren Energien damit, dass sie in Kombination mit einem modernen Heizkessel spürbar zur Kostenreduzierung beitragen. Auch die Verbrauchssenkung und der Umweltschutz sind wichtige Aspekte bei der Entscheidung für erneuerbare Energien.

Welche Techniken stehen zur Verfügung?

Erneuerbare Energien haben viele Vorteile und können in verschiedenen Formen umgesetzt werden – sowohl zum Heizen als auch zur Warmwasserbereitung. Aber welche Möglichkeiten haben Gebäudeeigentümer und welche Heizungsarten arbeiten am effektivsten, wenn es um den Umweltschutz geht?

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Mit thermischen Solaranlagen Sonne in Wärme umwandeln

Thermische Solaranlagen dienen sowohl zur Brauchwassererwärmung als auch zur Heizungsunterstützung. Diese Heizungsarten funktionieren jedoch jahreszeitenabhängig: Besonders in der Übergangszeit im Frühjahr und Herbst kann eine solche Anlage das Gebäude mit Wärme versorgen, während im Winter naturgemäß nur ein kleiner Teil des Heizwärmebedarfs durch die Sonne abgedeckt wird und zugeheizt werden muss. Im Sommer arbeiten Solaranlagen am effektivsten und können die Warmwasserbereitung komplett übernehmen. Je nach Anlagengröße können bei der Brauchwassererwärmung bis zu 60 Prozent und bei der Heizung bis zu 15 Prozent des gesamten Energiebedarfs solar erzeugt werden. Im Vergleich zu einem Niedertemperaturkessel verbraucht ein Brennwertkessel in Kombination mit einer Solaranlage etwa 25 Prozent weniger Energie.

Heizen mit Holzpellets

Holzpellet-Heizungen können je nach Anlagengröße zur Heizungsunterstützung oder für die komplette Warmwasserbereitung und Wärmeversorgung eingesetzt werden. Einzelöfen sind zur Beheizung einzelner Wohnräume geeignet, lassen sich aber auch durch Umrüstung zur Unterstützung in eine bestehende Heizungsanlage einbeziehen. Heizungsarten wie Pellet-Zentralheizungen übernehmen aufgrund ihrer größeren Leistungsfähigkeit die gesamte Warmwasserbereitung und Heizwärmeerzeugung. Im Angebot sind Heizkessel, die sowohl mit Holzpellets als auch mit Stückholz betrieben werden können. Holzpellet-Heizungen arbeiten im Wesentlichen klimaneutral, da bei der Verbrennung des Energieträgers nur so viel CO2 freigesetzt wird, wie bei der Bildung des Holzes gespeichert wurde. Im Vergleich zu einem Niedertemperaturkessel benötigt eine Holzpellet-Heizung bis zu 35 Prozent weniger Energie.

Mit Wärmepumpen Umweltenergie zur Wärmegewinnung nutzen

Diese Heizungsarten nutzen die gespeicherte Sonnenenergie aus dem Erdreich, dem Grundwasser oder der Außenluft als Energiequelle für die Wärmeerzeugung. Dabei nimmt ein flüssiges Speichermedium Wärme aus der Umgebung auf und gibt diese an das zu erwärmende Wasser wieder ab. Für bestehende Gebäude bieten sich Luft-Wasser-Wärmepumpen an, die als Energiequelle die Raum- oder Außenluft nutzen. Dadurch entfällt die oft nicht mögliche Anordnung von Wärmetauschern (als Tiefen- oder Flächensonden) im Garten. Allerdings ist der Wirkungsgrad einer Luft-Wasser-Wärmepumpe physikalisch bedingt schlechter als der einer Pumpe mit Erdsonden. Wärmepumpen können für die Kombination aus Heizung und Warmwasserbereitung eingesetzt werden.

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