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Auf Baufinanzierung gut vorbereiten

Berlin. Die gründliche Ermittlung der Gesamtkosten ist bei Neubauvorhaben das Fundament jeder Finanzierung. Doch nicht nur die reinen Baukosten für das Haus schlagen zu Buche. Baunebenkosten sowie Kosten für die Außenanlagen und Hausanschlüsse kommen hinzu. Wer das Grundstück noch nicht im Eigentum hat, muss auch den Grundstückskaufpreis und die Erwerbsnebenkosten berücksichtigen. Dipl.-Ing. Marcus Krüger, Servicepartner des Bauherren-Schutzbund e.V. (BSB), rät: „Holen Sie sich konkrete Kostenangebote ein und vermeiden Sie möglichst das Rechnen mit Pauschalwerten. Legen Sie den Finger auf jede Kostenposition und kalkulieren Sie lieber etwas großzügiger.“ Für die Bankgespräche und die Darlehensbeantragung sei die Kostenermittlung unerlässliche Voraussetzung.

Ob und wie günstig finanziert werden kann, hänge dann von den persönlichen Verhältnissen und der finanziellen Situation der Bauherren oder Erwerber ab. Finanzierungsexperte Krüger verweist darauf, dass einige Kosten von Banken nicht finanziert werden. Dazu gehören vor allem die Nebenkosten des Grundstückserwerbs, z.B. die Grunderwerbssteuer, Notar- und Maklergebühr oder Abrisskosten durch Baumfällarbeiten. Ohne Eigenkapital gehe also in der Regel nichts. 20 bis 30 Prozent der Gesamtkosten sollten Verbraucher für eine gute und solide Finanzierung mitbringen.

„Den Vorteil niedriger Zinsen nutzen Bauherren oder Erwerber am besten für höhere Tilgungsleistungen. Auch die Option auf Sondertilgung während der Zinsbindung sollten sie mit der Bank verhandeln und vereinbaren“, rät Krüger. Hohe Tilgung bedeute Verkürzung der Darlehenslaufzeit und geringeren Zinsaufwand. Ermittelt werden sollte, welche Restschuld zum Ablauf der Zinsbindung noch vorhanden ist und ob diese auch bei dann möglicherweise höheren Zinsen weiter finanziert werden könne. „Tilgungsrechner helfen dabei, Klarheit zu gewinnen und richtige Entscheidungen zu treffen. Ein kluges Tilgungskonzept sorgt dafür, dass bis zur Darlehensrückzahlung so wenig Zinsen wie möglich an die Bank gezahlt werden müssen“, betont der unabhängige Baufinanzierungsberater Krüger.

Weitere Anregungen zum Thema erhalten Interessenten auch beim nächsten BSB-Webinar „Baufinanzierung – ist mein Haus finanzierbar?“, das am Mittwoch, dem 28.06.2017, 19:00 Uhr, stattfindet. Anmeldung unter www.bsb-ev.de/verbraucherservice/webinare. Die Teilnahme ist kostenfrei!

Über unsere Autoren

Die Autoren der BSB-Expertentipps sind als unabhängige Bauherrenberater, Vertrauensanwälte oder Servicepartner für den Bauherren-Schutzbund e.V. tätig. Sie berichten aus ihrer beruflichen Praxis als Architekten, Diplom-Ingenieure, Rechtsanwälte, Sachverständige oder Energieberater.

Wir danken den Autoren für ihre sorgfältige ehrenamtliche Arbeit und freuen uns, wenn Sie von diesem Wissen profitieren.

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