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Wohngesund Bauen – Baustoffe kritisch bewerten

Berlin. Private Bauherren haben bei Neubau- und Sanierungsvorhaben vielfältige Möglichkeiten, ihren Wohnbereich wohngesund zu gestalten. „Unter den vielfältigen Einflussfaktoren nimmt die Bewertung der Baustoffe eine zentrale Stellung ein, besonders wegen der möglichen Anreicherung von Schadstoffen in der Innenraumluft bei weitgehend luftdichten Hauskonstruktionen“, betont Dipl.-Ing. Volker Neuert, Bauherrenberater des Bauherren-Schutzbund e.V. Dazu werde der zu unterschreitende Höchstwert für die Summe der flüchtigen organischen Verbindungen, die sogenannten TVOCs (Total Volatile Organic Compounds), angesetzt. Nach der Empfehlung des Umweltbundesamtes gelten die Messwerte 300 – 1000 µg/m³ als noch unbedenklich, und die Unterschreitung von 300 µg/m³ gilt als sehr gute, unbedenkliche Raumluft. Weitere Höchstwerte für Formaldehyd, Feinstaub und Allergene seien ebenfalls festzulegen. „Entsprechend der als Zielstellung vereinbarten Luftqualität (geruchs-, emissions- und schadstofffrei) sind die Baustoffe auszuwählen. Ebenso ist die Nichtverwendung von kritischen Baustoffen zu erklären wie zum Beispiel PU-Bauschaum, mineralfaserhaltige Dämmstoffe und Weichmacher“, betont Baubiologe Neuert. In der Bau- und Leistungsbeschreibung seien die speziellen Anforderungen der wohngesunden Bauweise zu verankern. In einer standardisierten Bau- und Leistungsbeschreibung lassen sich die besonderen Anforderungen nicht vollständig abbilden. Sie bedürfen daher der Ergänzung in den Sonderwunschvereinbarungen des Bauvertrags. Alle zum Einsatz kommenden Bauprodukte sind eindeutig zu beschreiben und zu belegen.

Diesen und weitere Expertentipps finden Sie unter www.bsb-ev.de/verbraucherservice/expertentipps/.

Weitere Informationen unter www.bsb-ev.de

Quelle: Bauherren-Schutzbund e.V.
Einzugsgebiet: Deutschland
Datum: 14.06.2016

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