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Steigende Bauzinsen erschweren den Weg ins Wohneigentum – Reform der KfW-Förderprogramme nutzen

Pressestatement

12. Oktober 2026

Berlin. Wer heute in Deutschland ein Haus bauen oder eine Wohnung kaufen will, zahlt für eine zehnjährige Baufinanzierung wieder rund 4,5 Prozent Zinsen, bei längeren Laufzeiten geht der Trend in Richtung fünf Prozent. „Bei den aktuellen Entwicklungen an den Finanzmärkten, ist eine baldige Entspannung nicht in Sicht.", sagt Henrik Fork-Weigel, Geschäftsführer des Bauherren-Schutzbundes e. V. (BSB). „Für viele Familien und Haushalte mit mittleren Einkommen verschärft sich damit eine ohnehin schwierige Finanzierungssituation: Wohneigentum wird noch schwerer erreichbar. "

Bauzinsen hängen nicht allein von der Geldpolitik ab – Anleiherenditen, Inflation und geopolitische Unsicherheiten treiben sie mit. Was private Bauherren und Käufer:innen jetzt brauchen, sind verlässliche und wirksame Förderprogramme und eine Entlastung bei den hohen Kaufnebenkosten.

„Die bestehenden Förderprogramme sind wichtig und müssen für die kommenden Jahre gesichert und für selbstnutzende Bauherren und Käufer attraktiver gestaltet werden, insbesondere durch einen spürbaren Zinsvorteil gegenüber vergleichbaren Marktdarlehen", so Fork-Weigel. „Aber sie lösen nur einen Teil des Problems. Viele Haushalte scheitern nicht an der monatlichen Rate, sondern schon vorher: weil das Eigenkapital für Kaufnebenkosten und Finanzierungsanteil fehlt. Genau hier muss Förderung zusätzlich ansetzen."

Bei der anstehenden Neuordnung der KfW-Förderwelt besteht die Chance, das umzusetzen. Der BSB fordert:

  • Zinsgünstige Kreditprogramme sichern und verbessern: Zinsgünstige Kreditprogramme müssen dauerhaft gesichert und für selbstnutzende Bauherren und Käufer attraktiver gestaltet werden, damit Planungssicherheit entsteht.
  • Eigenkapitalhürde abbauen: Viele Haushalte scheitern nicht an der monatlichen Rate, sondern am fehlenden Eigenkapital für Kaufnebenkosten und Finanzierungsanteil. Eigenkapitalersetzende Maßnahmen unterstützen hier zielgenau.

Darüber hinaus braucht es dringend eine Senkung der Kaufnebenkosten. Eine Reform der Grunderwerbsteuer mit Freibeträgen für den erstmaligen Erwerb selbstgenutzten Wohneigentums würde die Eigenkapitalhürde gezielt und effektiv entlasten. „Wer Wohneigentum für die Mitte der Gesellschaft erhalten will, darf Förderung nicht auf Kredite reduzieren. Es braucht ein Zusammenspiel aus guter Zinsförderung, Eigenkapitalhilfe und reduzierten Nebenkosten", sagt Fork-Weigel.