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Kleines Einmaleins der Heizungsmodernisierung

Heizung modernisieren, um Kosten zu sparen und die Umwelt zu schützen.

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Teil 2: Welche Heizungsarten werden heute genutzt?

In deutschen Haushalten wird noch immer der weitaus größte Teil der Energie für die Warmwasserbereitung eingesetzt. Nach wie vor ist das Einsparpotenzial gewaltig. Vor allem in Altbauten findet man häufig veraltete und überdimensionierte Heizungsanlagen vor. Wenn das Gebäude zudem eine unzureichende Wärmedämmung aufweist, führt das zu erheblichen Wärmeverlusten und in der Konsequenz zu hohen Energiekosten, die den Eigentümer dauerhaft belasten. Eine Heizungsmodernisierung sollte hier unbedingt in Betracht gezogen werden.

Den Energieverbrauch senken

Veraltete Energieerzeuger arbeiten oft unwirtschaftlich und verschwenden damit unnötig viel Energie. Durch eine Heizungsmodernisierung kann der Energieverbrauch deutlich gesenkt werden. Als Faustformel gilt: Durch den Austausch des Heizkessels können ein Prozent der Energie pro Lebensjahr des alten Kessels eingespart werden. Das bedeutet: Ist der Kessel zum Beispiel 15 Jahre alt, beträgt das Potenzial der Energieeinsparung 15 Prozent.

Heizungsanlage und Gebäudehülle kombinieren

Für eine Senkung des Energieverbrauchs spricht neben wirtschaftlichen Aspekten auch die positive Wirkung, wenn weniger fossile Brennstoffe verbrannt werden. Dadurch entstehen geringere klimaschädliche CO2-Emissionen. Grundsätzlich hilft jedoch die effizienteste Heizungsanlage nur wenig, wenn das zu beheizende Gebäude unzureichend wärmegedämmt ist.

Es empfiehlt sich daher, im Rahmen einer Energieberatung auch den Zustand der Gebäudehülle genauer unter die Lupe zu nehmen. Dieser Schritt sollte noch vor der Heizungsmodernisierung erfolgen. Besonders sollte dabei auf eine angemessene Wärmedämmung der wärmetauschenden Gebäudehülle (Dach, Außenwände, Fenster, Kellerdecke, Heizungs- und Warmwasserleitungen) geachtet werden. Selbst wenn die Maßnahmen erst später ausgeführt werden können, sind Abhängigkeiten – zum Beispiel bei der Dimensionierung der neuen Heizungsanlage – zu berücksichtigen, um die energetische und wirtschaftliche Optimierung auf lange Sicht sicherzustellen.

Wann ist eine Heizungsmodernisierung fällig?

Mit zwei Verordnungen werden Gebäudeeigentümer in Deutschland zur Erneuerung der Heizungsanlage bzw. zur Heizungsmodernisierung verpflichtet.

  • Die Neufassung der Energieeinsparverordnung (EnEV 2014) besagt, dass Eigentümer von Gebäuden Heizkessel, die mit flüssigen oder gasförmigen Brennstoffen beschickt werden und vor dem 1. Januar 1985 eingebaut oder aufgestellt worden sind, seit 2015 nicht mehr betreiben dürfen. Heizkessel, die mit flüssigen oder gasförmigen Brennstoffen beschickt werden und nach dem 1. Januar 1985 eingebaut oder aufgestellt worden sind, dürfen nach Ablauf von 30 Jahren ebenfalls nicht mehr betrieben werden.
  • Die von Eigentümern einzuhaltenden Mindestanforderungen an Kleinfeuerungsanlagen wie offene Kamine, Kaminöfen und Heizkessel sowie mittlere Heizungsanlagen bis ein Megawatt Leistung sind in der novellierten ersten Bundesimmissionsschutzverordnung (BImSchV) geregelt. Danach dürfen bestehende Heizungsanlagen nach einer Übergangsfrist vorgegebene Grenzwerte nicht mehr überschreiten. Die Übergangsfrist orientiert sich an der Inbetriebnahme der Anlage und läuft abhängig vom jeweiligen Alter frühestens 2014 und spätestens 2024 ab. Werden die Grenzwerte nach Ablauf der Frist nicht eingehalten, muss die Heizungsanlage ausgetauscht werden. Die Überprüfung der Einhaltung erfolgt durch die Bezirksschornsteinfeger.

Heizungsanlage optimieren: der hydraulische Abgleich

Sowohl bei neuen als auch bei bestehenden Heizungsanlagen ist ein hydraulischer Abgleich der Heizungsanlage notwendig. Denn ein häufiges Problem bei Heizungssystemen ist die ungleichmäßige Verteilung der Wärme in den oberen und unteren Etagen bzw. in sehr verzweigten Systemen. Durch eine entsprechende Dimensionierung und Einstellung – den hydraulischen Abgleich – werden alle Heizflächen gleichmäßig versorgt und somit Übertemperaturen im Heizungsnetz vermieden. Durch die geringere Pumpenleistung kann der Energieverbrauch um etwa 5 bis 10 Prozent reduziert werden. Der hydraulische Abgleich ist auch im Rahmen einer Heizungsmodernisierung sinnvoll.

Weitere Möglichkeiten, die auch bei bestehenden Anlagen zu erheblichen Effizienzsteigerungen beitragen können, sind

  • die Nutzungsanpassung durch Nachtabsenkung und Begrenzung von Zirkulationszeiten der Heizkreise,
  • die Optimierung von Vor- und Rücklauftemperaturen,
  • die Einstellungsoptimierung bzw. die Erneuerung der Umwälzpumpen und
  • die fachgerechte Wärmedämmung der Heizungs- und Warmwasserleitungen (Dämmstärke sollte gleich dem Rohrdurchmesser sein, mindestens jedoch 20 Millimeter betragen).

Eine regelmäßige Wartung zahlt sich aus

Die regelmäßige Wartung und Reinigung der Heizungsanlage im Zuge der Heizungsmodernisierung sorgt für eine einwandfreie Funktion und sollte einmal im Jahr durch den Heizungsfachmann durchgeführt werden. Darüber hinaus besteht die gesetzliche Verpflichtung zur sogenannten Abgaswegeprüfung und Immissionsschutzmessung, die regelmäßig durch den Schornsteinfeger vorgenommen wird.

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Heizungsmodernisierung auf einen Blick

  • Eine gute Wärmedämmung ist das A und O bei der Senkung des Energieverbrauchs. Je besser ein Haus wärmegedämmt ist, desto geringer kann die Leistung des neuen Heizkessels ausfallen. Gebäudeeigentümer sollten sich energetisch umfassend beraten lassen.
  • Beim Kauf eines neuen Heizkessels sollten sich Eigentümer für eine hohe Energieeffizienz entscheiden. Die Brennwerttechnik bietet höchstmögliche Brennstoffausnutzung.
  • Bei der Wahl des Brennstoffes sollte der Einsatz von regenerativen Energien berücksichtigt werden.
  • Die Einstellungen sollten von einem unabhängigen Experten entsprechend den Komfortansprüchen des Eigentümers vorgenommen und ein hydraulischer Abgleich durchgeführt werden.
  • Die Heizungs- und Warmwasserleitungen sollten fachgerecht wärmegedämmt werden.
  • Gebäudeeigentümer sollten die Heizungsanlage regelmäßig warten.

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